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Einschränkungen
Der Funktionsumfang der Auto-Intern Diagnoseadapter und der zugehörigen Software unterliegt einigen speziellen Einschränkungen, die teils hardwareseitig, teils durch Besonderheiten der verwendeten Diagnose-Software bedingt sind.
Hardwarebedingte Einschränkungen 1. Zugriff auf den CAN-Bus ist bei allen Fahrzeugen nur mit einem CAN-fähigen Diagnoseadapter möglich, dessen CAN-Interface auf die verwendete Software abgestimmt sein muß. 2. Blinkcodes werden grundsätzlich nicht unterstützt. Wenn an einem älteren VAG-Fahrzeug mit 2x2-poligem Diagnoseanschluss nicht mindestens je eine schwarze und eine weisse 2-polige Anschlussbuchse vorhanden ist, unterstützt das Fahrzeug überhaupt keine elektronischen Diagnosefunktionen, sondern nur Blinkcodes, die auch mit den VAG-eigenen Testgeräten nicht ausgelesen werden können. 3. Bei Verwendung von Laptops der Marken Compaq und Siemens aus den Baujahren 1998-1999, von Siemens-Laptops mit Pentium II-Prozessor aus dem Baujahr 2000 und bei allen Laptops der Marke TARGA Extender mit Pentium III-Prozessor wie auch bei allen Laptops der Marke Medion (Aldi) mit Centrino-Prozessor 1.7GHz kann es wegen der dort verbauten seriellen Schnittstellen-Bausteine bei der VAG-Diagnose über die serielle Schnittstelle zu Kommunikationsproblemen kommen. VCDS / VAG-COM meldet entweder Adapter Status 3 (Adapter nicht gefunden) oder zu viele Übertragungsfehler bei der Kommunikation oder findet kein Steuergerät. Zur Vermeidung dieses Problems empfiehlt es sich bei den genannten Laptops, auf die USB-Schnittstelle auszuweichen und einen Diagnoseadapter mit USB-Anschluss einzusetzen. Ein ähnliches Problem tritt auf bei IBM Thinkpads aus den Jahren 2002 oder später, jedoch nur unter Windows 2000, wenn Service Pack 4 nicht installiert ist. Das Service Pack 4 behebt das Problem. 4. Bei Laptops der Marke Medion mit integriertem ISDN-Modem sind Probleme mit dem USB-Anschluss bekannt geworden, die dazu führen, dass ein angeschlossener Diagnoseadapter nicht als USB-Gerät erkannt wird. Abhilfe ist zur Zeit nur durch eine spezielle Anpassung des Diagnoseadapters möglich, die unser Support auf Anfrage kostenlos durchführt. Wer seinen Diagnoseadapter nach dem 01.01.2008 bei uns gekauft hat, ist von diesem Problem nicht betroffen, weil wir die spezifikationswidrige Ausführung des USB-Busses in den genannten Medion-Rechnern im Design unserer Diagnosegeräte mit berücksichtigt haben.
5. Laptops des Typs Fujitsu-Siemens Amilo Pentium IV 3,2 GHz und Compaq Armada mit Intel Centrino 1,5 GHz können können keine Verbindung zum Fahrzeug aufbauen, wenn sie mit einem Diagnoseadapter von uns eingesetzt werden, der älter als 2 Jahre ist. Diese Laptops verfügen nur über USB-Anschlüsse, liefern auf dem USB-Bus aber offenbar zuwenig Strom. Seitdem das Design unserer USB-Adapter so geändert worden ist, daß sie ihre Stromversorgung nicht vom USB-Bus, sondern vom Fahrzeug beziehen, ist dieses Problem behoben.
6. Nachgerüstete Autoradios jedweder Marke schließen häufig den Diagnosebus im Fahrzeug kurz oder terminieren ihn falsch mit der Folge, dass kein Steuergerät angesprochen werden kann. Dies gilt unabhängig von der für die Diagnose verwendeten Hard- oder Software. Wenn daher nachträglich ein Autoradio eingebaut wurde, das nicht vom Fahrzeughersteller selbst stammt, und bei dem Versuch, auf Steuergeräte unterschiedlicher Art zuzugreifen, immer wieder die Fehlermeldung erscheint, das Steuergerät antworte nicht, bleibt als Ausweg nur, für die Zeit der Diagnose das Radio von der Stromversorgung abzuklemmen. Wenn der Adaptertest
auf dem Bildschirm „Optionen“ mit der Meldung endet, es liege ein
Kurzschluß an der Diagnoseleitung vor, kann dieselbe Ursache zugrund
liegen.
Dasselbe Problem ist in jüngerer Zeit auch bei nachgerüsteten Einparkhilfen zu beobachten, selbst dann, wenn sie aus einem anderen VAG-Fahrzeug stammen, für das sie ursprünglich nicht gedacht waren.
Softwarebedingte Einschränkungen: VCDS / VAG-COM
1. Die Shareware-Version von VCDS / VAG-COM arbeitet programmbedingt mit CAN-fähigen Diagnoseadaptern grundsätzlich nicht zusammen. Zur Nutzung solcher Adapter ist daher immer die Vollversion des Programms erforderlich. 2. Diagnoseadapter mit eingebauten Optokopplern werden von den aktuellen Versionen der VCDS- / VAG-COM-Software ab Version 311 nicht mehr unterstützt. 3. Die geführte Fehlersuche mit automatischer Generierung eines Prüfplans, wie sie im Funktionsumfang der VAG-eigenen Testgeräte VAS 5051/2 enthalten ist, kann VCDS / VAG-COM nicht bieten, weil die dazu erforderliche umfangreiche Datenbank mit den konzerneigenen Reparaturanleitungen nicht zur Verfügung steht. Reparaturanweisungen müssen daher manuell in den Reparaturleitfäden des VAG-Konzerns nachgeschlagen werden, die im Internet bei ErWin zu erwerben sind (siehe hier). 4. 7-stellige PIN-Codes für die Programmierung von Wegfahrsperren können mit VCDS / VAG-COM eingegeben, jedoch nicht erzeugt werden. Erzeugen kann sie nur der VAG-Konzern selbst über sein autorisiertes Händler- und Werkstätten-Netz. Gab es bisher schon häufig Probleme mit Teilnehmern dieses Netzes, wenn man als Fahrzeugeigentümer – oder als Beauftragter desselben - versuchte, dort die erforderliche Geheimnummer zu erhalten, um die Wegfahrsperren-Programmierung selbst durchzuführen statt einen entsprechend kostenträchtigen Reparaturauftrag zu erteilen, so sieht der VAG-Konzern offenbar nunmehr ein probates Mittel zur Steigerung der Umsätze seiner Fachwerkstätten darin, das Flaggschiff seiner Diagnosegeräte, den VAS5052, technisch so zu konzipieren, daß seine Fachwerkstätten die über das firmeninterne Kommunikationsnetz verschickte Geheimnummer vor der Programmierung in das Wegfahrsperren-Steuergerät des betroffenen Fahrzeugs nicht einmal mehr zu Gesicht, dafür aber einen Vorwand in die Hand bekommen, um umsatzmindernde Kundenforderungen nach Mitteilung von Geheimnummern zur eigenständigen Wegfahrsperren-Anpassung wegen angeblicher technischer Unmöglichkeit ablehnen zu können. Dagegen helfen entweder bekannt langwierige juristische Mittel oder intelligente, allerdings auch entsprechend kostenintensive technische Spezialwerkzeuge wie der VAG-Login Detector der Fa. VAGdashCOM, der die angeblich unsichtbaren Codes aus den einschlägigen Steuergeräten ausliest und zumindest für freie Werkstätten zu empfehlen ist, die ohne Kooperation eines VAG-Fachhändlers auskommen müssen oder wollen. 5. Tachometer-Justierung, also die Programmierung von Wegstreckenzählern, kann mit VCDS / VAG-COM nur in demselben Umfang ausgeführt werden wie mit den VAG-eigenen Diagnosegeräten, die von den Fachwerkstätten benutzt werden: Erhöhung des Kilometerzählers ist unbegrenzt möglich, Rückstellung dagegen nur bei Neufahrzeugen für die ersten 100 km. Wer Wegstreckenzähler über diese Grenzen hinaus umprogrammieren will, benötigt dazu spezielles Werkzeug wie VAGdashCOM. 6. VCDS / VAG-COM hat in allen Versionen seit Version 211.1 auf manchen Rechnern Schwierigkeiten mit dem Firewall-Programm ZONE ALARM. Wenn Sie ZONE ALARM benutzen, schalten Sie es während der Arbeit mit VCDS / VAG-COM ab. 7. Das Steuergerät für das zentrale Komfortsystem im Passat B5 aus 1997 hat anscheinend einen internen Programmierfehler, der dazu führt, daß die Kommunikation abbricht, wenn VCDS / VAG-COM die „Extra“-Informationen des Tür-Steuergeräts ausliest. Ein Workaround für dieses Problem steht in Version Alpha 0.70e zur Verfügung. Diese Version fragt einfach nicht nach „Extra“-Informationen. Wenn Sie einen Passat B5 aus 1997 (nur Nicht-US-Fahrzeuge) besitzen, benutzen Sie die Version Alpha 0.70e (Download unter http://www.ross-tech.com/vag-com/download/alpha/VagCom-A70e.exe) für das zentrale Komfortsystem. Passats aus den Jahren 1998 und später haben dieses Problem nicht. 8. Airbag-Steuergeräte in VW Cabrios/Cabriolets aus den Baujahren 1990-1993 können mit VCDS / VAG-COM nicht angesprochen werden. Auch das VAG-eigene Testgerät VAG 1552 kann nur mit ihnen kommunizieren, wenn es eine alte, überholte Programmkarte installiert hat. 9. Einige Steuergeräte für Radios der Modelle Concert und Symphony von Matsushita bleiben hängen, wenn man versucht, eine Kommunikation herzustellen. Eine Lösung steht noch aus. Um das Radio wieder in Betrieb zu setzen, muss man die Stromversorgung für mindestens 10-15 Sekunden komplett abstellen entweder durch Ausbau des Radios aus dem Fahrzeug, oder durch Abklemmen der Fahrzeugbatterie oder durch Herausnehmen der Radio-Sicherung. 10. Getriebe mit Kennzeichen 01J (stufenlose Automatikgetriebe) aus den Baujahren 2003 oder später verlangen ein spezielles Timing. Bei Kommunikationsschwierigkeiten sollte die Option Zeichenintervall auf dem Bildschirm „Optionen“ auf 4 oder 5 gestellt werden. In der Version 805 von VCDS / VAG-COM ist dieses Problem behoben.
11. Bei Kombiinstrumenten des Audi C4 (A6/S6) aus den Baujahren 1994-1997 kann beim Versuch, eine Kommunikation aufzubauen, die Fehlermeldung „Zu viele Übertragungsfehler“ auftreten. In diesem Fall sollte man sicherstellen, dass die Option Zeichen-Intervall auf dem Bildschirm „Optionen“ auf ca. 3 oder höher gesetzt ist. 12. Das Hitachi-Steuergerät für die 2,8Liter-12V-V6-Motoren beim Audi A6 hat einen Programmierfehler, der zuverlässiges Auslesen oder Protokollieren von mehreren Messwert-Gruppen gleichzeitig nicht erlaubt. Für diese Steuergeräte wird empfohlen, jeweils nur eine Gruppe auszulesen. 13. Bei Bluetooth-Freisprechanlagen aus Baujahr 2004 oder später (Teilenummer 8P0-862-335) kann es je nach Firmware-Version im Steuergerät zu Kommunikationsproblemen kommen, wenn die Steuergeräte im Audi A4 oder A6 (nur Modelle C4/4B) eingebaut sind. Wie die Probleme vermieden werden können, wird noch untersucht. Wenn die Geräte in Fahrzeugen eingebaut sind, bei denen die Kommunikation über den CAN-Bus läuft, funktionieren sie einwandfrei. 14. Das neue UDS/ODX/ASAM-Protokoll, das Audi bei neuen Fahrzeugen der B8-Plattform, z.B beim neuen A5 eingeführt hat, wird noch nicht vollständig unterstützt. In der Version 805 der Software stehen die Funktionen "Steuergerät öffnen" einschl. der Funktion "Erweiterte Identifikation", "Fehlercodes", "Codieren" und "Zugriffsberechtigung" zur Verfügung. Weitere Funktionen folgen.
Softwarebedingte Einschränkungen: AUTOENGINUITY SCAN TOOL
1. AUTOENGINUITY SCAN TOOL arbeitet ausschließlich mit der vom Programmhersteller selbst gelieferten Hardware oder mit der Hardware von Auto-Intern zusammen. Diagnoseadapter von Fremdanbietern werden nicht unterstützt. 2. Die automatische Erkennung der verbauten Steuergeräte funktioniert beim Großteil aller nichtamerikanischen Ford-Fahrzeuge (Euro-Fords) ab Baujahr 2004 nicht zuverlässig mit der Folge, daß teils komplizierte manuelle Einstellungen notwendig sind, um eine Kommunikation mit diesen Fahrzeugen herzustellen. Manche europäischen Fords lassen sich aufgrund unterschiedlicher Umsetzungen der OBD2-Normen im Ford-Konzern überhaupt nicht ansprechen. Wenden Sie sich bei Problemen an unseren Technischen Support.
3. Bei ganz neuen Ford-Fahrzeugen aus Baujahr 2006 und 2007 kommt es mit älteren Versionen von AutoEnginuity Scan Tool zu Problemen bei der Datenverarbeitung über das 29-Bit-CAN-Protokoll, das diese Fahrzeuge für die Datenübertragung benutzen.
Seit Version 5.1 sind diese Probleme gelöst.
4. Bei einigen Fahrzeugmodellen deutscher Hersteller aus den Baujahren 2001 bis 2003 sind die EOBD-Normen so unzureichend umgesetzt, daß z. T. erhebliche Kommunikationsprobleme auftreten können. Bei manchen Steuergeräten ist überhaupt keine Kommunikation möglich. Da die Ursache in diesem Fällen beim Fahrzeug liegt, kann die Diagnosesoftware den Fehler nicht beheben. Meistens geht es jedoch um Diesel-Steuergeräte des Typs EDC16, wenn es Schwierigkeiten gibt. An einer Lösung für diesen Steuergerät-Typ wird momentan gearbeitet.
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